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Hinweis für Federkissen, Daunenkissen, Federbetten und Daunenbetten

 

Aufbau von Daunen und Federn

Daunen sind das zarteste Gefieder von Gänsen und Enten. Sie ähneln Schneeflocken. Daunen kommen nur vom Wassergeflügel. Sie wachsen unter den Deckfedern an der Brust und am Bauch der Tiere. Gänsedaunen sind im Allgemeinen etwas größer als Entendaunen. Die Daune ist ein dreidimensionales Gebilde, bestehend aus einem kaum sichtbaren Kern, aus dem strahlenförmig seidenweiche Haare herauswachsen. Feinste Verästelungen bilden Räume, die alle Luft speichern. Deshalb sind Daunen so besonders wärmeisolierend. Daunen sind fast gewichtslos. Eine Daune wiegt ca. 0,001 bis 0,002 Gramm, also sind bis zu 1000 Daunen in einem Gramm. Gänse- und Entendaunen bestehen aus Keratin, einem kompliziert aufgebauten Protein. Sie wachsen wie ein sich verzweigender Baum, der in Fasern mit einem Durchschnitt von ca. 2,5 Mikronen endet (1 Mikron = 1/1000 mm). Diese Struktur erzeugt ein Dickicht, das ideal geeignet ist, sowohl warme Luft an der Hautoberfläche einzuschließen, als auch die Durchdringung der kalten Luft von außen optimal zu verlangsamen.

Die Füllmenge eines Kissens von 1000 g setzt sich aus 20.000 – 30.000 Federn zusammen. Dies ist die Menge Federn, die ca. 28 Tiere liefern. 500.000 bis 1 Million Daunen, das Aufkommen von ca. 20 Tieren, enthält eine Daunendecke mit 1000 g, d.h., daß eine Gans ca. 200 – 300 g Rupf liefert, davon sind ca. 20 – 25% Daunen, also ca. 50 g.

Um auch im strengsten Winter ins Wasser zu können, benötigen Gänse und Enten ein Federkleid, das vor Kälte schützt und wasserabweisend ist. Daunen und Federn halten warm und gewährleisten eine konstante Körpertemperatur.

Wie ist das zu erklären?

Aus der Physik wissen wir, daß Luft einer der schlechtesten Wärmeleiter ist (doppeltverglaste Fenster). In einer genialen Konstruktion hat die Natur mit einem Minimum an Material ein Maximum an Wärmedämmung, Festigkeit und Elastizität geschaffen. Durch die Bildung kleinster Lufträume ist es möglich, Luft einzuschließen. Dadurch, daß Federn stark gebogen sind, entstehen neue, übereinander liegende Hohlräume. Somit ist der optimale Schutz gegen Temperaturschwankungen sichergestellt. Als „Bettfüllungen“ eignen sich ausschließlich Daunen und Federn des Wassergeflügels.

Alle Federn weisen das gleiche Bauprinzip auf:

In der Mitte ein teilweise hohler Kiel, nach beiden Seiten zweigen Ästchen ab, welche die sogenannte „Fahne“ bilden. Durch das Mikroskop erkennt man, daß diese Ästchen noch weitere Verzweigungen haben. An den Enden der Strahlen befinden sich winzig kleine Haken und Bogen. Sie wirken wie ein Reißverschluß.

Rohwaren-Gewinnung

Lebendrupf

Der sogenannte Lebendrupf bietet die schönsten und ausgereiftesten Daunen, aber man spricht nicht darüber, weil manche Tierschützer darin eine Tierquälerei sehen. Dies ist aber nicht so, weil dem Tier ja nur die ausgereiften Daunen/Federn „gerauft“ werden, die ohnehin während der Mauser von den Vögeln abgestoßen werden. Dieser Vorgang wird von den Tieren selbst durch auszupfen zum Nestbau (siehe Eiderente) bzw. zur Beschleunigung der Gefiedererneuerung durchgeführt.

Bauern in ländlichen Gebieten unterstützen diesen natürlichen Prozeß, indem sie von Hand die Daunen aus dem Brustgefieder lösen. Sie helfen somit den Tieren, sich schneller von ihrem ausgereiften Federnkleid zu befreien. Dieser Vorgang wird bei richtiger Anwendung von den Tieren als Kraulen empfunden.

Handrupf

Handrupfe sind ausschließlich von nicht mehr lebenden Tieren, das heißt, daß die Tiere getötet und in noch körperwarmem Zustand von Hand gerupft werden. Erst anschließend werden die Tiere geschlachtet. Die Qualität dieser Ware ist einem Lebendrupf fast gleichzusetzen. Wir verarbeiten nur Federn / Daunen von Gänsen und Enten, die auf Fleischbasis gezogen wurden, keinesfalls von Leber- bzw. Stopfgänsen. Die wichtigste Voraussetzung dabei ist die artgerechte Haltung der Tiere. Sie müssen in Wassernähe freilaufend mit entsprechend großem Auslauf ihren Lebensraum haben.

All dies verlangen wir von unseren Lieferanten, die ohne Voranmeldung, laufend vor Ort überprüfen werden. Unsererseits wird alles Erdenkliche getan, dem Arten- bzw. Tierschutz in jeder Hinsicht gerecht zu werden.

Maschinenrupf (Schlachtruof)

Maschinenrupfe sind ausschließlich von Tieren (Stopfgänse), die aufgrund ihrer Haltung in kleinen Pferchen oder Käfigen das Federkleid zum größten Teil schon verloren haben. Das Rupfen der toten Tiere erfolgt in Rupfapparaten. Die getöteten Tiere werden an Förderbändern durch diese Maschine geführt, in der das noch verbliebene Gefieder mittels Gumminoppen abgeschlagen wird. Die so gewonnene Rohware ist von deutlich minderer Qualität und wird bei uns nicht verarbeitet.

Besondere Anforderungen an die Hülle

  • hohe Dichte der Fäden (pro cm² ca. 75 bis 140)
  • Fadenstärke NM 50 bis NM 225
  • daunendicht
  • federndicht
  • luftdurchlässig
  • hygroskopisch

Häufig verwendete daunendichte Gewebe und deren Bindungsarten

Baumwolle

  • Daunen-Perkal NM 50 – 70 (Leinwandbindung)
  • Einschütte NM 70 – 100 (Leinwandbindung)
  • Batist > NM120 (Leinwandbindung)
  • Inlett (Köperbindung)
  • Satin (Atlasbindung)

Andere daunendichte Gewebe-Qualitäten sind Micro-Modal (Zellulose) und Seide.

Wichtige Eigenschaften

Die Farbe der Daunen und Federn hat keinerlei Einfluß auf deren Qualität. Aber die weißen Daunen und Federn gelten als hochwertiger und somit teurer. Die Gänsefeder ist in der Regel kräftiger und elastischer. Auch die Gänsedaune ist generell größer als die Entendaune, d.h. es werden weniger Daunen für die gleiche Füllmenge benötigt. Die Entenfedern sind feiner und leichter, aber die Gesamtheit der Federn gleicht dies aus. Gänsedaunen und Gänsefedern sind teurer als Entendaunen und Entenfedern.

Eigenschaften

  • Relativ lange Lebensdauer – ca. 8-10 Jahre Daunen- und Federbett
  • Ca. 3-5 Jahre Feder- und Daunenkissen
  • Materialermüdung, aber noch gebrauchsfähig
  • sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis
  • große Sicherheit, reines Naturmaterial, geringes Risiko bei sachgemäßer Behandlung
  • Daunen und Federn bestehen aus Keratin, von dem nicht bekannt ist, daß es zu den Allergenen zählt. Wenn Allergie, dann meist über den Hausstaub, bzw. die Hausstaubmilbe.
  • Auch für Allergiker geeigne
  • waschbar
  • Umwelt: - ökologisch wertvoll => kompostierbar - natürlicher Stickstoffdünger

Daunen und Federn bestehen aus vielen kleinsten Verästelungen und den dazwischen bestehenden unzähligen Lufträumen und haben aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit enorme Vorteile. Eine daunen- und federgefüllte Decke schmiegt sich dem Körper an. Dafür sorgt einerseits die Elastizität der Feder, andererseits das bauschige Volumen der Daune.

Insbesondere der Zusammenhang zwischen Leichtigkeit und Wärmehaltung der Zudecke ist ein deutlicher Produktvorteil von Daunen und Federn. Das Yarsley Technical Centre in Redhill/ England untersuchte die Dichte von Füllmaterialien, um eine optimale Wärmehaltung und einen optimalen Wärmetransport von 0,050 W/mK zu garantieren. Das Ergebnis: Nur knapp 3,8 kg einer 85% igen Daunenmischung sind je Kubikmeter Füllraum erforderlich, um die optimalen Werte einer Bettdeckenfunktion zu erreichen.

Eine Untersuchung des internationalen Wollsekretariats verdeutlicht, Daunen und Federn weisen auch optimale Mittelwerte bei der Aufnahme von Feuchtigkeit auf, sie nehmen also nicht zuviel und nicht zuwenig Feuchtigkeit auf. Gleiche Mittelwerte weisen Daunen und Federn auch bei der Abgabe der Feuchtigkeit an die Luft aus.

Sie verdunsten die aufgesaugte Feuchtigkeit nur langsam. Daher findet kein übermäßiger Entzug der Körperwärme statt, der zu einem Gefühl des Frierens führen müßte.

Die Bundesanstalt für Materialprüfung in Berlin stellte in einer längeren Versuchsreihe, bei der eine praktische Gebrauchsnutzung 100 mal wirklichkeitsnah simuliert wurde, fest, daß Daunen und Federn von Gänsen und Enten die geringste Wärmedurchlaßzahl und damit das größte Warmhaltevermögen aufweisen.

Pflege und Reinigung von Bettwaren

Das optimale Bett ist äußerst genügsam in der Pflege. Wichtig sind:

Aufschütteln: lockert die Füllung, die wichtigen Lufträume werden wieder hergestellt.

Lüften: Die aufgenommene Körperfeuchtigkeit muß wieder verdunsten. Nie bei Nebel und nassem Wetter lüften.

Sanft bürsten: Mit weicher Bürste wird der feine Staub auf der Hülle entfernt.

Nicht absaugen: Der Sog schadet der Hülle. Die Gewebebindung wird gelockert und ist nicht mehr dicht.

Besonderheiten bei den Füllungen Daunen und Federn

Nicht in die Sonne legen: Die Sonne entzieht dem Naturprodukt Daunen und Federn zelleigene Feuchtigkeit, die aber wichtig für die Elastizität ist.

Nicht klopfen:  schadet der Hülle, zerschlägt unnötig Daunen und Federn und beeinträchtigt die Bauschkraft der Füllung.

Reinigung: (Fachgeschäft) Die Gebrauchstüchtigkeit der Zudecke wird erhalten. Natürlich wird das Bett dadurch nicht wieder neu (denken Sie an die Inspektion eines Autos).

Waschen: In der Fachreinigung oder selbst waschen in einer mindestens 7 kg fassenden Waschmaschine mit Feinwaschmittel bis 60°.

Trocknen: Im Wäschetrockner mit mindestens 7 kg Fassungsvermögen – Nicht übertrocknen!

Faustregel:

Kopfkissen alle 2 – 3 Jahre reinigen, spätestens alle 4 – 5 Jahre erneuern.

Zudecken alle 4 – 5 Jahre reinigen, spätestens alle 8 – 10 Jahre erneuern.

Reklamationshinweise

Grundsätzlich sind alle benutzten und gewaschenen Bettwaren aus hygienischen Gründen vom Umtausch ausgeschlossen.

Sollte der Kunde trotzdem einen Mangel an den Bettwaren geltend machen, so ist er verpflichtet uns nachzuweisen, dass die Bettwaren „ordnungsgemäß“ verwendet wurden.

Das Baumwollköpergewebe für die Federkissen ist sehr stabil und hält, bei ordnungsgemäßer Verwendung des Kissens, auch dem Durchstechen von Federn stand. Bei unsachgemäßer Verwendung von Kissen, speziell in Hotels, Pensionen und Jugendherbergen, kann es in Einzelfällen zum Durchstechen der Federn kommen.

Die Kissen werden in Zimmervermietungsbetrieben häufig auch Zweckentfremdet, für Kissenschlachten oder als Unterlage, des kompletten Körpers.

Häufig saugen die Zimmermädchen auf den Federkissen zur Reinigung – somit saugen sie die Federn förmlich aus dem Gewebe. Oder es wird „traditionsgemäß“ das Kissen „aufgeschlagen“ und nicht aufgeschüttelt. – hier werden die Federn durch das Gewebe durchgeschlagen, so dass ein Igelkissen entsteht.

Auch gilt, je höher der Federnanteil umso problematischer ist das evtl. Durchstechen der Federkiele durch das Gewebe.

Durch eine häufige Verwendung des Kissens, wird durch die Reibung die Gewebestruktur immer besser „verschlossen“, d.h. je älter das Kissen ist, umso federdichter wird das Baumwollköpergewebe.

Allgemein gilt, bei einer ordnungsgemäßen Pflege und Verwendung, gibt es keine Reklamationen.

Problematik der Allergien im häuslichen Bereich

Immer mehr Menschen leiden an Allergien aller Art oder Neurodermitis. Die Auslöser für Allergien oder Allergenträger sind u.a. Metalle, Nahrungsmittel, Medikamente, Tierhaare, Blütenpollen, Milben, Hausstaub, Schimmel, usw. Allergien oder Neurodermitis treten auch immer häufiger bei Kindern auf.

Allergene befinden sich überall im häuslichen Bereich. Durch Heizen, Lüften und Bewegung der Bewohner ist auch die Innenluft stets in Bewegung. Die Allergenträger werden dadurch aufgewirbelt und bei ca. 10.000 Atemzügen, die der Mensch pro Nacht macht, in die Atemwege, die Nase, Mund, Bronchien und somit auch in die Lunge transportiert.

Wir groß ist die Gruppe der Allergiker?

Nur ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung:

  • Milben/Hausstaub-Allergiker                       ca. 3 bis 4% der Bevölkerung
  • Schimmel-Allergiker                                    ca. 5% der Bevölkerung
  • übrige Allergien                                           ca. 2 bis 3% der Bevölkerung

Welche Möglichkeiten gibt es speziell im Bettwarenbereich für die Gruppen der Allergiker Linderung oder gar Abhilfe zu schaffen? Mit der Problematik beschäftigen sich ausführlich der beratende Arzt des Allergiker-Asthmatikerverbundes e.V. Dr. Wolfgang Jorde und der Chefarzt am Asthmakrankenhaus der Kamilianer in Mönchengladbach Prof. Jürgens.

Milben- und Hausstaub-Allergie

Bei den Allergie-Auslösern ist vor allem die Hausstaubmilbe zu nennen. Sie ist praktisch überall zu finden. Sie hält sich dort auf wo optimale Bedingungen für sie herrschen: wo Futter für die Hausstaubmilbe angeboten wird (in erster Linie die Hautschuppen von Menschen und Tieren), bei einer Luftfeuchtigkeit von 60 bis 70% sowie einer Temperatur von 20 bis 25° Celsius. Diese Hausstaubmilben produzieren nun ihrerseits „Allergene“. Es handelt sich um den Kot der Tiere, der sich nach und nach in Feinstäube auflöst und sich so schnell verteilen kann.

Schimmel-Allergie

Ein weiterer Hauptallergieauslöser sind Schimmelpilze. Sie sind mikroskopisch kleine Organismen, die überall auftreten können, nicht nur in verdorbenen Lebensmitteln. Sie ernähren sich von totem Material oder leben auf anderen Organismen. Sie benötigen eine Luftfeuchtigkeit von über 70%. Um sich fortzupflanzen, produzieren sie Sporen, die wiederum die Allergene abgeben. In feuchten Monaten mit häufigem Wetterwechsel ist der Sporengehalt in der Luft besonders hoch. Schimmelpilzsporen sind nicht nur ein häufiger Auslöser für Allergien, sondern auch Nahrung der Hausstaubmilben. Ein weiterer Grund, dem Schimmel keine Lebensgrundlage zu bieten.

Milben -, Hausstaub- Allergiker und Schimmelpilz- Allergiker sollten folgendes beachten

  • Milben ernähren sich nicht von den Füllmaterialien, sondern von kleinen Hautteilchen des Menschen.
  • Milben können das daunendichte Gewebe der Hülle nicht durchdringen.
  • Milben und Schimmel brauchen Feuchtigkeit. Diese gibt es nicht in der optimalen Zudecke.

Neurodermitis

Gegen dieses Krankheitsbild gibt es leider kein Wundermittel, aber die richtigen Bettwaren bieten im direkten Zusammenwirken mit anderen vom Arzt empfohlenen Maßnahmen die Möglichkeit, die Symptome zu lindern. Denn u. a. kann auch das Verhindern allergischer Anfälle Neurodermitis-Schübe verringern und schwächen.

Was haben diese Erkenntnisse in Bezug auf Bettwaren zur Folge?

Bettwaren sollten waschbar sein, denn bei 60° Celsius wird die Hausstaubmilbe abgetötet, werden die meisten Schimmelpilze entfernt und die Allergene abgespült. Außerdem werden durch den Waschvorgang die vorhandenen Feinstäube beseitigt. Gewaschen werden sollte nach Ansicht von Medizinern mindestens zweimal im Jahr, einmal im April (Schlüpfzeit der Milben) und im September, um den Befall des Sommers zu entfernen. Grundsätzlich können unsere Zudecken ohne Risiko bei 60° C gewaschen werden, wenn entsprechende technische Einrichtungen vorhanden sind. Im übrigen ist es laut Dr. Jorde falsch, von „Antiallergiker-Betten“ oder „antiallergischen“ Eigenschaften zu sprechen. Wichtig ist die „Waschbarkeit“.